Modulübergreifende Checkliste
Checkliste für Website-Compliance: Die häufigsten Probleme bei DSGVO, AI Act und Barrierefreiheit
Auf den meisten Websites tauchen dieselben paar Fehler auf — über alle drei Bereiche hinweg.
Kurzantwort
Bei DSGVO, dem EU AI Act und Barrierefreiheit (WCAG) sind die häufigsten Website-Compliance-Probleme: Tracking-Skripte, die vor der Einwilligung feuern, und eine unvollständige Datenschutzerklärung (DSGVO); ein nicht offengelegter KI-Chatbot oder unmarkierte KI-generierte Inhalte (AI Act); sowie geringer Farbkontrast, fehlende Alt-Texte und unbeschriftete Formularfelder (Barrierefreiheit). Die meisten davon lassen sich direkt an einer gerenderten Seite prüfen, weshalb sie auf ansonsten unabhängigen Websites immer wieder auftauchen — es sind Umsetzungsfehler, keine Sonderfälle. Beheben Sie zuerst die Einwilligungssteuerung sowie Kontrast/Alt-Texte: Das lässt sich am schnellsten beheben und ist für Behörden wie Besucher am sichtbarsten.
Von GetGDPRScan Editorial · Zuletzt aktualisiert 2026-07-24
Wer DSGVO-, AI-Act- und Barrierefreiheitsprobleme getrennt betrachtet, übersieht, wie oft dieselben Ursachen in allen drei Bereichen auftauchen: ein Drittanbieter-Skript, das hinzugefügt wurde, ohne vorher zu prüfen, was es vor der Einwilligung tut, ein Chatbot ohne Hinweiszeile, ein Bild, das ohne Alt-Attribut hochgeladen wurde.
Diese Checkliste gruppiert die Probleme nach Modul und gibt dann eine praktische Reihenfolge zur Behebung vor. Sie ist nicht erschöpfend — siehe Was automatisierte Compliance-Scanner erkennen (und was nicht) dafür, was ein Scan nicht erfassen kann.
DSGVO: die häufigsten Probleme
Dabei geht es fast immer darum, was vor der Einwilligung feuert und was danach offengelegt wird — das vollständige Bild liefert DSGVO-Compliance für Websites.
- •Analyse- oder Werbe-Skripte (Google Analytics, Meta Pixel, Ad-Tags), die feuern, bevor ein Besucher einwilligt
- •Ein Cookie-Banner mit nur einer "Akzeptieren"-Option und keiner ebenso einfachen Ablehnmöglichkeit
- •Eine fehlende, veraltete oder unvollständige Datenschutzerklärung (keine Angabe, was, warum oder wie lange erhoben wird)
- •Kein vorliegender Auftragsverarbeitungsvertrag mit Drittanbietern (Analyse, E-Mail, Live-Chat)
- •Keine angegebene Aufbewahrungsdauer für erhobene personenbezogene Daten
EU AI Act: die häufigsten Probleme
Die meisten Websites, die KI einsetzen, entwickeln sie nicht selbst — sie setzen das Tool eines anderen ein, ohne die vom Gesetz erwartete Offenlegung hinzuzufügen. Das vollständige Bild liefert Der EU AI Act erklärt für Website-Betreiber.
- •Ein KI-Chatbot ohne Hinweis, dass Besucher mit KI sprechen und nicht mit einer Person
- •KI-generierter Text, Bilder oder Videos, die ohne jede Kennzeichnung als KI-generiert veröffentlicht werden
- •Kein internes Verzeichnis darüber, welche KI-Tools das Unternehmen tatsächlich nutzt
- •Keine schriftliche KI-Nutzungsrichtlinie oder benannte Ansprechperson für KI-bezogene Fragen
Barrierefreiheit (WCAG): die häufigsten Probleme
Das sind die am einfachsten maschinell überprüfbaren Probleme der drei Bereiche — genau deshalb sind sie so häufig: Sie lassen sich leicht einbauen und ohne gezieltes Testen leicht übersehen. Das vollständige Bild liefert European Accessibility Act & WCAG.
- •Farbkontrast von Text zu Hintergrund unter den WCAG-2.1-AA-Schwellenwerten von 4,5:1 (normaler Text) oder 3:1 (großer Text)
- •Bilder ohne Alt-Text oder mit nutzlosem Alt-Text wie "image1.jpg"
- •Formularfelder ohne zugehörige Beschriftung, wodurch sie mit einem Screenreader unbenutzbar werden
- •Überschriftenstruktur, die Ebenen überspringt (z. B. eine H1, auf die direkt eine H4 folgt), oder gar keine Überschriften
- •Interaktive Elemente (Menüs, benutzerdefinierte Buttons), die sich nicht allein per Tastatur bedienen lassen
Wie sollte ein Unternehmen priorisieren, welche Probleme zuerst behoben werden?
Beginnen Sie mit dem, was sowohl günstig zu beheben als auch gut sichtbar ist: Tracking vor der Einwilligung (meist eine Konfigurationsänderung im Consent-Manager, kein Umbau), Farbkontrast und fehlende Alt-Texte. Diese drei machen einen großen Anteil der Befunde eines typischen Scans aus und lassen sich oft in Stunden statt Wochen beheben.
Priorisieren Sie danach nach Exposition: Ein kundenorientierter KI-Chatbot ohne Offenlegung oder ein nicht barrierefreies Formularfeld im Bestellprozess betrifft jeden Besucher, während eine Dokumentationslücke (etwa ein fehlender AVV) ein reales Risiko ist, aber das Live-Nutzererlebnis nicht auf dieselbe Weise beeinträchtigt. Beheben Sie zuerst, was sowohl Besucher als auch Behörden sehen können; interne Dokumentation und Governance-Arbeit erledigen Sie parallel dazu.
So prüft GetGDPRScan das: Die DSGVO- und Barrierefreiheits-Module von GetGDPRScan prüfen diese Probleme auf Seitenebene direkt anhand eines gerenderten Snapshots der Website; das AI-Act-Modul ist ein separater Selbsteinschätzungs-Fragebogen, da KI-Governance von internen Praktiken abhängt, die ein Seiten-Rendering nicht zeigen kann — siehe Wie automatisiertes Website-Compliance-Scanning wirklich funktioniert.
Wie oft sollte eine Website auf diese Probleme gescannt werden?
Websites ändern sich häufiger, als die meisten Betreiber verfolgen — ein neuer Analyse-Tag, ein umgestaltetes Formular, ein neues Chatbot-Widget, das ein Marketing-Tool hinzufügt, ein Bild, das ohne Alt-Text hochgeladen wird. Ein einmaliger Scan bildet die Website nur so ab, wie sie an diesem Tag existierte. Kontinuierliches oder regelmäßiges Monitoring erfasst Regressionen, die durch routinemäßige Änderungen entstehen — so tauchen Compliance-Probleme meist wieder auf Websites auf, die zuvor geprüft und behoben wurden.
Das Wichtigste in Kürze
- •Die häufigsten Probleme in allen drei Bereichen sind Umsetzungsfehler, keine Sonderfälle — sie wiederholen sich auf ansonsten unabhängigen Websites.
- •Beheben Sie zuerst Einwilligungssteuerung, Farbkontrast und fehlende Alt-Texte: günstig, schnell und für Behörden wie Besucher gut sichtbar.
- •Routinemäßige Website-Änderungen (neue Skripte, neue Widgets, neue Bilder) führen behobene Probleme erneut ein, weshalb einmalige Scans das reale Risiko unterschätzen.
- •DSGVO- und Barrierefreiheitsprobleme lassen sich an einer gerenderten Seite prüfen; AI-Act-Compliance hängt stärker von interner Governance ab und braucht eine separate Selbsteinschätzung.
FAQ
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