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Warum das für Ihr Unternehmen relevant ist
Der EU AI Act führt neue Pflichten ein, je nachdem wie KI eingesetzt wird — auch wenn Sie selbst keine KI entwickeln.
Die meisten kleinen Unternehmen trainieren keine KI-Modelle — aber Millionen nutzen bereits ChatGPT, Copilot, Claude oder KI-gestützte Software, die unter das Gesetz fällt.
Ob KI beim Kundenservice, Recruiting oder bei Finanzentscheidungen hilft, entscheidet, welche Regeln gelten. Der Nutzungskontext ist wichtiger als die Unternehmensgröße.
Auch als Betreiber (nicht Entwickler) kann der AI Act von Ihnen verlangen, Aufzeichnungen zu führen, Risikobewertungen durchzuführen und Nutzer zu informieren, wenn KI involviert ist.
Die Pflichten für Betreiber von Hochrisiko-KI-Systemen treten ab August 2026 vollständig in Kraft. Frühzeitiges Handeln gibt Ihnen Zeit zur Vorbereitung.
So funktioniert es
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Häufig gestellte Fragen
Alles, was Sie vor dem Start wissen müssen.
Wer benötigt eine EU AI Act-Bewertung?
Der EU AI Act gilt für jedes Unternehmen, das KI-Systeme auf dem EU-Markt bereitstellt oder KI-Systeme in der EU in Betrieb nimmt — unabhängig davon, wo das Unternehmen seinen Sitz hat. Das bedeutet, dass auch US-, britische oder asiatische Unternehmen, die europäische Kunden bedienen, in den Anwendungsbereich fallen.
Die meisten Unternehmen entwickeln keine eigenen KI-Modelle. Aber wenn Sie ChatGPT für die Kundenkommunikation, ein KI-gestütztes ATS für das Recruiting, automatisiertes Kredit-Scoring oder KI-Chatbots auf Ihrer Website einsetzen, sind Sie möglicherweise bereits ein "Betreiber" nach dem Gesetz — und Betreiber haben eigene Pflichten.
Was ist der EU AI Act?
Der EU AI Act (Verordnung 2024/1689) ist der weltweit erste umfassende Rechtsrahmen zur Regulierung von künstlicher Intelligenz. Er trat im August 2024 in Kraft und führt einen risikobasierten Ansatz ein: Je höher der potenzielle Schaden, den ein KI-System verursachen kann, desto strenger die Anforderungen.
KI-Systeme werden in vier Risikokategorien eingeteilt: Inakzeptables Risiko (vollständig verboten), Hohes Risiko (strenge Compliance-Anforderungen), Begrenztes Risiko (Transparenzpflichten) und Minimales Risiko (keine spezifischen Pflichten). Die meisten Unternehmen, die alltägliche KI-Tools nutzen, fallen je nach Anwendungsfall in die Kategorie begrenztes oder hohes Risiko.
Welche Unternehmen sind vom AI Act betroffen?
Obwohl der AI Act oft im Kontext großer Technologieunternehmen diskutiert wird, hat er direkte Auswirkungen auf KMU — insbesondere auf solche in regulierten Branchen. Unternehmen, die am ehesten erhöhten Pflichten ausgesetzt sind, umfassen:
- ·Personal- und Recruiting-Agenturen, die KI für die Kandidatenauswahl oder -bewertung nutzen
- ·Finanzdienstleister, die KI für Kredit-Scoring oder Risikobewertung einsetzen
- ·Gesundheitsdienstleister, die KI-gestützte Diagnose- oder Entscheidungsunterstützungstools verwenden
- ·E-Commerce-Unternehmen, die personalisierte Preisgestaltung oder Empfehlungsmaschinen einsetzen
- ·EdTech-Plattformen, die KI für Schülerbewertung oder adaptives Lernen nutzen
- ·Alle Unternehmen, die KI-Chatbots betreiben, die direkt mit Verbrauchern interagieren
Was ist der Unterschied zwischen DSGVO und EU AI Act?
| GDPR | EU AI Act | |
|---|---|---|
| Fokus | Schutz personenbezogener Daten | Sicherheit und Transparenz von KI-Systemen |
| Wen es betrifft | Alle, die personenbezogene EU-Daten verarbeiten | Alle, die KI in der EU einsetzen |
| Schlüsselpflicht | Rechtmäßige Grundlage für die Datenverarbeitung | Risikoeinstufung & Dokumentation |
| Durchsetzer | Nationale Datenschutzbehörden | Nationale Marktüberwachungsbehörden |
| In Kraft seit | Mai 2018 | August 2024 (schrittweise) |
DSGVO und AI Act ergänzen sich — viele KI-Systeme, die personenbezogene Daten verarbeiten, müssen beide Vorschriften einhalten. Wenn KI personenbezogene Daten als Teil eines Hochrisiko-Anwendungsfalls verarbeitet, gelten die Pflichten beider Verordnungen gleichzeitig.
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